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„Wir suchen immer praktikable Lösungen“ Unternehmerschaft Niederrhein

Advertorial

Im Frühjahr 2020 sorgt die Corona-Pandemie plötzlich dafür, dass wesentlich mehr Beschäftigte als zuvor zuhause arbeiten. Schnell steigt die Anzahl der Menschen, die ihren Arbeitsplatz zumindest teilweise mit dem Homeoffice tauschen. Bald darauf kommen Politiker auf die Idee, daraus eine Regel abzuleiten und ein Recht auf Homeoffice gesetzlich vorzugeben. Dieser Plan trifft auf Arbeitgeberseite auf wenig Gegenliebe.

Viele Unternehmen halten es für nicht praktikabel, alle Betriebe über einen Kamm zu scheren und Regeln zu erlassen, die nur mit großem bürokratischem Aufwand umsetzbar sind. Da es gerade bei Themen wie Homeoffice sinnvoll ist, Stimmen zu bündeln, melden sich hierzu bald nach dem Vorstoß von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Arbeitgeberverbände zu Wort. „Homeoffice sollte dort eingesetzt werden, wo es Sinn macht. Eine reglementierende Gesetzgebung wäre Unfug“, sagt Ralf Schwartz, der Vorsitzende der Unternehmerschaft Niederrhein.

Dienstleister und Netzwerkpartner

Die Unternehmerschaft Niederrhein ist der regionale Arbeitgeberverband für etwa 800, vorwiegend mittelständische, Unternehmen zwischen Kleve und Neuss. Der Verband ist dabei zugleich Sprachrohr der Unternehmensinteressen. Für seine Mitgliedsunternehmen ist er Dienstleister und Netzwerkpartner. Die Unternehmerschaft Niederrhein besteht aus den fünf Mitgliedsverbänden Chemie, Groß- und Außenhandel, Metall- und Elektro-Industrie , Nahrungs- und Genussmittel-Industrie sowie Papierverarbeitung. Dazu kommt der Allgemeine Verband niederrheinischer Arbeitgeber. Ein wesentlicher Teil der Verbandsaufgaben wird von den 24 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle übernommen, die ihren Sitz am Krefelder Ostwall hat.

Sozialpartner und Interessenvertreter

Hauptgeschäftsführerin der Unternehmerschaft Niederrhein ist seit dem 8. Februar.  Kirsten Wittke-Lemm. Die Juristin und ihr Team unterstützen die Mitgliedsunternehmen vor allem in arbeitsrechtlichen Fragen und beim Abschluss von Betriebsvereinbarungen. Für die 53-Jährige ist elementar, dass der Verband sowohl als Interessenvertreter als auch als Sozialpartner auftritt. „Wir suchen immer praktikable Lösungen, die unseren Mitgliedern nützen und zugleich für alle Beteiligten sinnvoll sind“, betont Kirsten Wittke-Lemm und ergänzt: „Wir arbeiten konstruktiv mit Betriebsräten und Gewerkschaftsvertretern zusammen, auch wenn wir in Einzelfragen unterschiedliche Positionen vertreten.“

Die Geschäftsstelle fungiert zugleich als organisatorischer Kern der Unternehmerschaft Niederrhein und als ausgelagerter „Think-Tank“ für die Betriebe. „Auch wenn unsere Mitglieder unterschiedlichen Branchen angehören, so sind die Themen doch vergleichbar – zum Beispiel, was Arbeitszeitmodelle, Entgeltfragen oder die Nachwuchsförderung vom Kindergarten bis zum Studium angeht“, so Ralf Schwartz, der außerhalb seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender Geschäftsführer der Lackwerke Peters mit Sitz in Kempen ist. „Im Facettenreichtum innerhalb der Unternehmerschaft Niederrhein“, so Schwartz, „profitieren wir gegenseitig von unseren Erfahrungen und der gezielten Arbeit unserer Hauptamtler.“

Weiterbildung inklusive

Die Weiterbildungsangebote der Unternehmerschaft Niederrhein werden sowohl über den Verband selbst als auch durch das eigene Bildungswerk koordiniert. Es gibt sowohl betriebsübergreifende Veranstaltungen als auch Inhouse-Firmenschulungen. Die Bandbreite reicht von Seminaren oder Webinaren zu Rechtsfragen über Fachschulungen wie Führungskräfte-Training und „Virtuelles Führen – mein Team im Homeoffice“ bis hin zu Hilfen zur Steigerung von Kompetenzen und Fähigkeiten.

„Unsere Bildungsangebote werden von Mitarbeitern und Führungskräften genutzt – es gibt sogar spezielle Angebote für Betriebsräte“, so Kirsten Wittke-Lemm. „Dieses reichhaltige Service- und Bildungsprogramm ist für unsere Mitgliedsunternehmen ein großer Vorteil“, sagt Vorstandsmitglied Lothar Krenge, Inhaber des Krefelder Logistik-Unternehmens B+K Group und der Spedition Bönders.

„Unser Verband lebt“

Neben Weiterbildung ist Netzwerken ein wichtiger Nutzen der Mitgliedschaft in dem Arbeitgeberverband. „Bei Veranstaltungen trifft man häufig auf Gleichgesinnte, Unternehmer und Führungskräfte, mit denen man sich austauschen kann“, berichtet Gregor Hermes, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Großhandel-Außenhandel-Dienstleistung und Geschäftsführer des Krefelder Unternehmens Keppel Management.

„Diese Möglichkeit war für mich schon früh ein Argument, mich bei der Unternehmerschaft Niederrhein einzubringen. Ehrenamtliches Engagement ist mit Aufwand verbunden, bringt aber Kontakte und Erfahrungen“, so Hermes. „Unser Verband lebt. Wir sind alle freiwillig hier und haben Lust, uns gegenseitig zu helfen“, sagt Ralf Schwartz. „Ich habe bei unseren Treffen häufig interessante Diskussionen erlebt, die mich und meinen Betrieb weitergebracht haben.“

Seit mehr als 75 Jahren aktiv

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Verbandsaktivitäten zurzeit anders ausgerichtet. Bildungsveranstaltungen laufen online. Der Austausch findet weitgehend im virtuellen Raum statt. Hier kommt der Unternehmerschaft Niederrhein zugute, dass sie in der Digitalisierung gut aufgestellt ist. Die Feierlichkeiten anlässlich des 75-jährigen Bestehens, die 2020 hätten stattfinden sollen, sind verschoben, und sollen im Spätsommer 2021 unter dem Motto „75+1“ stattfinden.

Gegründet worden ist der regionale Arbeitgeberverband im August 1945, als Gegengewicht zu den Gewerkschaften, die sich ebenfalls unmittelbar nach dem Krieg neu aufgestellt hatten. Seit dieser Zeit unterhält die Unternehmerschaft Niederrhein partnerschaftliche Beziehungen zu den regionalen Akteuren. Und zeigt Flagge bei Projekten wie „Jugend forscht“. Diesen Regionalwettbewerb richtet die Unternehmerschaft Niederrhein in diesem Jahr in der 26. Auflage aus.


Unternehmerschaft Niederrhein
Ostwall 227,  47798 Krefeld
Telefon: 02151-6270-0
www.un-agv.de