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Sydney-Klavierwettbewerb 2021

Sydney-Klavierwettbewerb

Er gehört zu den renommiertesten Klavierwettbewerben der Welt – in Fachkreisen „The Sydney“ genannt. Schon lange treffen sich in der australischen Metropole alle vier Jahre die besten Nachwuchs-Talente aus aller Welt. Eine international besetzte Fachjury aus reputierten Größen der Musik- und Klavierwelt verleihen dem anspruchsvollen Wettbewerb den herausragenden Status, der für die teilnehmenden Pianisten*innen das Sprungbrett zur Weltelite bedeuten kann. Doch in diesem Corona-Jahr ist alles anders. Das Organisationskomitee beschließt, mithilfe zahlreicher Unterstützer, den Wettbewerb für die 33 Teilnehmer:innen dennoch durchzuführen – über die Kontinente verteilt. Online als Videoformat und mit einem hohen technischen Aufwand, um den qualitativen Anforderungen gerecht zu werden.

Eines der Unternehmen, das maßgeblich dazu beiträgt, dass dieser Wettbewerb trotzdem durchgeführt werden kann, sitzt in Krefeld, genauer gesagt im Europark Fichtenhain: Es ist die Weltfirma KAWAI, die ihre Europazentrale seit 1990 in Krefeld betreibt. „Es gehört zu unserer Unternehmensphilosophie, dass wir grade zu den jungen Talenten den Kontakt suchen und sie unterstützen“, berichtet Marketingleiter Philipp Potz, der mit viel Enthusiasmus das Projekt begleitet. „Bei vielen Besuchern sind bislang unsere lokalen KAWAI-Konzerte sehr beliebt, die wir regelmäßig in der Musikschule Krefeld durchführen. Für den internationalen Sydney-Klavierwettbewerb haben wir den italienischen Pianisten Alexander Gadjiev und den russischen Pianisten Dmitry Sin nach Krefeld eingeladen. Die Regularien sind bis ins Detail vorgegeben und für alle gleich. Jeder Teilnehmer wählt für alle drei Runden sein eigenes Repertoire aus, das dann ohne Unterbrechung live vortragen werden muss – natürlich Corona-konform und ohne Publikum.“

Sydney-Klavierwettbewerb
Alexander Gadjiev beim Warmspielen

Aus drei Kameraperspektiven und mit entsprechenden Hochleistungsmikrofonen werden die Aufführungen, die in der Regel knapp eine Stunde dauern, dokumentiert. Das bedeutet Hochspannung und höchste Konzentration – sowohl bei den Pianisten als auch bei den anwesenden Tontechnikern und Kameraleuten der Firma Ilbertz-Veranstaltungstechnik (IVT). „Direkt im Anschluss senden wir alle Video-Aufzeichnungen der drei Kameras mit separater Tonspur zur weiteren Aufbereitung und Bewertung für die Jury an ‚The Sydney‘. Dabei muss das Material ungeschnitten und ohne Korrekturen sein, um Manipulationen auszuschließen“, berichtet Simon Onckels von IVT, der vor Ort den aufwändigen Technikeinsatz koordiniert. Eine Besonderheit ist, dass der Gründer und künstlerische Direktor vom Sydney-Klavierwettbewerb, Piers Lane AO, während des ganzen Konzerts via Zoom aus London dazugeschaltet ist – ebenso wie das ganze Team von ‚The Sydney‘, um alle Konzert-Aufnahmen live zu verfolgen und aufmerksam zu protokollieren, wo immer sie in der Welt stattfinden.  

Sydney-Klavierwettbewerb
KAWAI-Marketingleiter Philipp Potz

Nach den Solodarbietungen macht sich eine merkliche Erleichterung bei den jungen Pianisten breit. Die vorherige Anspannung fällt ab, und fast väterlich wirken die kurzen Interviews, die Piers Lane via Skype mit Alexander Gadjiev und tags darauf mit Dmitry Sin führt. So ist es nun einmal bei großen Auftritten. Lampenfieber gehört immer dazu. Egal, ob vor Publikum oder allein am großen KAWAI-Konzertflügel. Wohlwissend, dass sich die Vorträge bald weltweit einer kritischen Bestandsprüfung unterziehen müssen. „Es freut uns sehr, wenn wir jungen Musikern in dieser schwierigen Zeit wertschätzend beistehen können“, ergänzt Philipp Potz, „und wir hoffen, dass die KAWAI-Konzerte bald wieder vor Publikum in Krefeld durchgeführt werden können.

Der internationale Sydney-Klavierwettbewerb wird in diesem Jahr ausschließlich online durchgeführt. In der Zeit vom 2. bis zum 18. Juli kann man den Wettbewerb online verfolgen und Tickets buchen:

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