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Nicht nur für Freibeuter Gold wert Die Krefelder Schatzkarte

Die Krefelder Schatzkarte: Analog wie digital lässt sie sich in der gesamten Stadt bei derzeit gut 90 Akzeptanzstellen einlösen.

Samstag, 18 Uhr, irgendwo in Krefeld. Das Handy klingelt, und ein befreundetes Pärchen lädt kurzfristig zum Spieleabend ein. Doch woher bekommt man jetzt noch ein Mitbringsel? Und zwar eines, das weder den Charme eines Verlegenheitskaufs hat, noch die großen Marktführer per spontanem Gutscheinausdruck unterstützt? Für die Lösung dieses Problems – und für mannigfaltige andere Gelegenheiten – gibt es jetzt die innovative Krefelder Schatzkarte.

Erste Impulse, einen Geschenkgutschein für Krefeld neu zu denken und auf breite Füße zu stellen, kamen bereits im Frühjahr 2020 auf – mitten im ersten Lockdown: Die Mehrheit der Geschäfte durfte nicht öffnen, auf ein digitales Einlösen konnte man nicht zurückgreifen, und damit schliefen hunderte analoge Gutscheine einen Dornröschenschlaf, dessen Ende nicht absehbar war. So die Perspektive der Kundschaft. Diejenige des Handels ergänzte das Dilemma um einen weiteren Punkt, berichtet Christoph Borgmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Krefeld: „Bislang beteiligten sich Geschäfte aus der Krefelder Innenstadt an einem Gemeinschaftsgutschein. Das bildete aber bei Weitem nicht die Bandbreite der lokalen Händler ab.“

„Heimat shoppen“ sollte nicht an den vier Wällen enden. Auch der Werbering Fischeln hatte einen Gemeinschaftsgutschein, und der Uerdinger Kaufmannsbund plante eine Neueinführung; auch beim Hülser Werbering hatte man sich bereits mit der Idee befasst. „Der Handelsverband hat dann die vier Krefelder Werbegemeinschaften zusammengebracht“, sagt Markus Ottersbach, Geschäftsführer von „Quersumme Stadt“, einem Tochterunternehmen des Verbandes, und Mit-Initiator der Krefelder Schatzkarte. Nach einem überzeugten „Ja“ von allen Beteiligten zu einem gemeinsamen Angebot begann „Quersumme Stadt“ Anfang dieses Jahres mit Vorarbeiten und der Auswahl eines geeigneten Partners für die technische Umsetzung. Anfang September wurde der neue Gutschein öffentlich präsentiert.

Initiatoren der Schatzkarte (v.l.): Christoph Borgmann (Werbegemeinschaft Krefeld), Fabian de Cassan (Uerdinger Kaufmannsbund), Klaus-Dieter Ohlig (Hülser Werbering), Uwe Rutkowski (Uerdinger Kaufmannsbund), Stefan Peeters, Sylvia Hafels (beide Werbering Fischeln), Markus Ottersbach (Quersumme Stadt). Foto: Dirk Jochmann
Initiatoren der Schatzkarte (v.l.): Christoph Borgmann (Werbegemeinschaft Krefeld), Fabian de Cassan (Uerdinger Kaufmannsbund), Klaus-Dieter Ohlig (Hülser Werbering), Uwe Rutkowski (Uerdinger Kaufmannsbund), Stefan Peeters, Sylvia Hafels (beide Werbering Fischeln), Markus Ottersbach (Quersumme Stadt). Foto: Dirk Jochmann

Eine für alle, alle für eine

Was macht die Schatzkarte nun aus? „Neben der Möglichkeit, einen Gutschein in Papierform in vielen Verkaufsstellen zu erwerben, gibt es den Vorteil der Onlineverschenkbarkeit. Die Schatzkarte lässt sich als PDF-Dokument ausdrucken und per E-Mail oder über diverse Messenger verschicken“, beginnt Markus Ottersbach, und Christoph Borgmann führt fort: „Einlösen können die Beschenkten ihre Schatzkarte in ganz Krefeld bei allen Akzeptanzstellen.“ Von diesen gibt es derzeit rund 90, die die ganze Bandbreite, vom kleinen, feinen Geschäft über die Gastronomie bis zu Apotheken und Optikern, abdecken. „Wir möchten noch viele weitere Krefelder Anbieter dafür gewinnen, sich der Schatzkarte anzuschließen, denn für kleine und große Unternehmen hat der Gemeinschaftsgutschein nur Vorteile“, appelliert der Inhaber von Intersport Borgmann. „Der Gutschein ist sehr einfach in der technischen Handhabung, die Abrechnung erfolgt voll automatisiert und transparent.“ Von diesem Angebot können alle Händler, Dienstleister und Gastronomen in Krefeld profitieren – ganz unabhängig von einer Mitgliedschaft in einer der vier Werbegemeinschaften.

Den Geschenkgutschein einen Schritt weitergedacht

Noch ein zusätzlicher Aspekt der Krefelder Schatzkarte zeugt davon, dass die Neuaufstellung ein rundum gelungenes Projekt ist, da sie auch von Arbeitgebern zur Incentivierung ihrer Mitarbeiter eingesetzt werden kann: Unternehmen mit Lokalpatriotismus haben mit dem Einsatz des neuen Gutschein-Systems die Möglichkeit, durch sozialversicherungs- und steuerfreie Bonuszahlungen oder mit einem Weihnachtsgeschenk an ihre Beschäftigten, aktiv in Krefelder Unternehmen zu investieren. „Das Geld bleibt auf jeden Fall in unserer Stadt!“, versichert Christoph Borgmann. Deshalb findet das Projekt auch namhafte Unterstützer im Stadtmarketing, in der Wirtschaftsförderung, der IHK sowie der Wohnstätte Krefeld. „Heimat shoppen“ – mit der Schatzkarte ist dies nun innerhalb Krefelds grenzenlos möglich.

ARGE Krefelder Werbegemeinschaften
Hansastraße 87, 47799 Krefeld
mail@schatzkarte-krefeld.de
www.schatzkarte-krefeld.de