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Die Bürgerstiftung Krefeld investiert in die Zukunft Unbezahlt ist nicht umsonst

Advertorial

NGOs (Nichtregierungsorganisationen) wie Amnesty International, Greenpeace, die Kindernothilfe und, und, und – seit langem sind sie aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Mit teilweise spektakulären Aktionen nehmen sie national oder international Einfluss auf die Gestaltung der Welt, zum Beispiel bei den Menschenrechten, im Bereich Umweltschutz oder bei der Armutsbekämpfung. Doch auch im Kleinen, auf lokaler Ebene, kann sich sehen lassen, was nicht staatlich organisierte Institutionen auf die Beine stellen. Etwa die Bürgerstiftung Krefeld.

Angelehnt an die aus den USA stammende Idee der sogenannten Community Foundations, wurde die Bürgerstiftung im Jahr 2006 vom damaligen Oberbürgermeister Gregor Kathstede in Krefeld initiiert. Margot Erbslöh war bei der Gründung dabei und wirkte auch zwölf Jahre lang im Vorstand mit. Sie erzählt: „Herr Kathstede war zwar Bürgermeister, aber er und die anderen Gründungsmitglieder haben damit etwas angestoßen, was außerhalb von Politik und Verwaltung steht. Um etwas für die Zukunft von Krefeld zu tun, was aus der Gesellschaft selbst, aus der im besten Sinne ‚bürgerlichen‘ Mitte heraus, kommt.“

Vor allem Unternehmen und solvente Privatleute interessierten sich für die Idee, in der Seidenstadt in Bildung, Kultur und Erziehung und damit in Krefelds Zukunft zu investieren. Mittlerweile haben mehrere Dutzend Stifter dank ihrer finanziellen Unterstützung in Form von angelegtem Kapital, mit direkt verfügbaren Geldspenden oder persönlichem Einsatz dafür gesorgt, dass die Bürgerstiftung in den 15 Jahren ihres Bestehens auf die Unterstützung von unzähligen Sprachreisen, Schwimmkursen, Lese- und Geschichtenclubs, Mathecoachings, aber auch Schulden- und Gewaltprävention oder Fahrradcoachings an Schulen zurückschauen kann.

„Es ist einfach ein phantastisches Projekt,“ schwärmt Margot Erbslöh, „denn in Bildung zu investieren, ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft.“ Die 69-jährige gebürtige Irin betreut die Förderung von Sprachreisen und erklärt, wie sich die Bürgerstiftung von caritativen Einrichtungen und wohltätigen Vereinen unterscheidet: „Wir stopfen keine Socken, um es mal anschaulich zu sagen. Zum Beispiel fördern wir Kinder und Jugendliche, die die Chance zu einem Sprachaufenthalt sonst nicht hätten. Das können Unterprivilegierte, aber auch exzellente Schüler aus allen Schichten sein. Worauf es uns ankommt, ist die Frage, was die Jugendlichen selbst bereits in die Gesellschaft einbringen oder einbringen wollen.“

Begeistert erzählt Erbslöh von einer 15-Jährigen, die bei einem Highschool-Jahr in den USA bezuschusst wurde, weil sie ehrenamtlich kleine Kinder trainierte. Ein anderes Mädchen habe bei der Telefonseelsorge für jüngere Kinder mitgearbeitet. „Ich bin manchmal richtig baff, wie zuverlässig, tatkräftig und verantwortungsbewusst manche Teenager schon sind. Das ist auch für mich schön, so etwas mitzubekommen,“ berichtet Erbslöh. Um solchen jungen Menschen bei ihren Sprachreisen unter die Arme zu greifen, investiere sie gerne viel Zeit und gehe, so lacht sie, „auch schon mal mit dem Klingelbeutel herum.“

Eigene Projekte umsetzen oder die Projekte anderer unterstützen

Selbst etwas in die Gesellschaft einbringen, etwas „Gutes tun“ abseits von Staat oder Kirche – das war auch der Beweggrund des aktuellen Vorstandsvorsitzenden Jochen Rausch, ehrenamtlich bei der Bürgerstiftung mitzumachen. Der 48-Jährige hatte mit einer Softwarefirma viel Erfolg gehabt, bis er vor einigen Jahren erkannte, dass ihn das nicht erfüllte. Er wollte etwas Soziales tun und sich dabei persönlich einbringen. „Einfach Geld zu spenden, ist nichts für mich. Ich möchte auch mitgestalten,“ beschreibt Jochen Rausch seine Motivation. Bei seinem ersten Projekt, so erinnert sich der Unternehmer und Projektmanager, konnte er dank seiner guten Kontakte, seiner Beharrlichkeit und unzähliger Stunden am Telefon für die Christophorus-Schule im Krefelder Helios-Krankenhaus gratis 20 Grafikcomputer, ein großes Grafik-Tablet für den Lehrer, dazu einen Beamer und einen speziellen Drucker organisieren. Wenn er daran zurückdenkt, sagt Jochen Rausch, sei er heute noch ergriffen: „Für die schwerkranken Kinder, die dort unterrichtet werden, war das eine große Erleichterung und Hilfe. Und mich hat es total glücklich gemacht. Ich war wirklich erstaunt davon, was man auch ohne Geld alles erreichen kann.“

Aktuell, in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen vieles stillsteht, weil Kontakte vermieden werden sollen, ist es wieder ein Bildungsprojekt, dem die Bürgerstiftung mit technischer Ausrüstung geholfen hat. Für den Leselernverein „Mentor e.V.“ wurden schon im Juli vergangenen Jahres 20 Tablets gekauft. Sie wurden an Lese-Kinder verteilt, bei denen es zuhause keine Computer gab. Und so können für sie die wertvollen Leseförderstunden zumindest per Video weiterhin stattfinden. Die lokale Presse berichtete, und das ist wichtig.

Tue Gutes und rede darüber

Denn zur Satzung der Bürgerstiftungen gehört es, über die eigenen oder geförderte Projekte öffentlich zu informieren, damit durch die Bekanntheit die gesellschaftliche Akzeptanz und die lokale Vernetzung steigen – und natürlich die Zahl derer, die stiften, Zeit spenden oder mitarbeiten wollen. Denn der Vorstandvorsitzende Jochen Rausch und seine vielen, in Krefeld teilweise sehr bekannten, Mitstreiter haben das Ziel, „die Bürgerstiftung zu einer ‚professionellen‘ Stiftung zu machen. Ich habe quasi die unternehmerische Vision, dass wir stark wachsen. Wir möchten noch mehr Projekte nicht nur durch andere Träger realisieren lassen, sondern auch eigene, größere, die wir selbst umsetzen.“ Das kann im Bildungswesen sein oder in den Bereichen Kultur, Jugend und Soziales, Natur und Umwelt oder Denkmalschutz.“

Was es sein wird, wenn Corona es wieder zulässt – wir werden darüber berichten.


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