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beans & sweets: Schonend geröstet – mit Liebe gebacken

beans & sweets

Manchmal beginnt eine Erfolgsgeschichte damit, dass man eine edle Siebträger-Kaffeemaschine geschenkt bekommt, wie es Alexander Tessier an seinem 30. Geburtstag geschah. Der geborene Kanadier kaufte sich dann im Düsseldorfer Carsch Haus den teuersten Kaffee, den er kriegen konnte und freute sich auf einen außergewöhnlichen Genuss. Daraus wurde aber leider nichts. „Der Kaffee schmeckte mir überhaupt nicht, und er hatte auch keine Crema. Viel Geld für nichts“, dachte er damals. Erst, als seine Mutter die schwarzen Bohnen bei einer kleinen Rösterei kaufte, schmeckte es ihm – und es kam zugleich der Gedanke: „Das können wir selbst!“

Alexander Tessier, beans & sweets

Heute ist der 41-Jährige zusammen mit seiner Schwester Christine Inhaber der Uerdinger Kaffeerösterei „beans & sweets“. Wobei Christine von Anfang an für die „Sweets“ sorgte. „Gelernt habe ich einmal ‚Meat Retailer‘, das ist mit einem deutschen Metzger vergleichbar, und meine Schwester ist Friseurin und Maskenbildnerin“, erzählt Alexander, „doch die Idee, selbstgerösteten Kaffee zu verkaufen, hat uns beide nicht mehr losgelassen.“
Wirklich ernst wurde es dann, als Christine auf das jetzige Ladenlokal an der Uerdinger Niederstraße aufmerksam wurde, und es kurz darauf tatsächlich frei war. „Mir fehlte zunächst die Idee, wie wir mit dem Rösten starten wollten, und dann war sie plötzlich da, und es ging alles ganz sehr schnell. Wir mieteten die Räume und legten los“, so Christine Tessier. Sie beschafften eine Sechs-Kilo-Röstmaschine und bauten den ehemaligen Friseurladen zu einer Kaffeebar mit besonderem Flair um: Dort spiegeln sich die Brauntöne frisch gerösteten Kaffees auch in der Einrichtung wider: In den dunklen Holztischen, den bequemen Ledersesseln und der langen Theke, hinter der das Geschwisterpaar seit 2016 fast jeden Tag arbeitet.

Leckereien nach kanadischem Rezept

Deutscher Käsekuchen und kanadischer Cheesecake, Rhabarber- und Erdbeerkuchen, Schmandkuchen mit Mandarine und Apple Pie nach kanadischer Art. Christines Kuchenkreationen sind für viele Gäste ein wichtiger Grund, das beans & sweets zu besuchen. „Ich liebe es, süße Leckereien zu kreieren“, schwärmt die begeisterte Kuchenbäckerin. „Einige unserer Gäste sind Fans von ganz bestimmten Kuchen – wie zum Beispiel von unserem mächtigen Schokokuchen, oder dem Möhrenkuchen, der übrigens auch meine Lieblingssorte ist. Manche traditionellen Süßigkeiten, wie kanadische Butter-Tartes, sind aktuell schwerer herzustellen, weil Zutaten wie Maissirup in Deutschland kaum zu bekommen sind. Also müssen wir erfinderisch sein, andere Zutaten verwenden, oder sie selbst herstellen.“

Ein Kaffee für das kredo Magazin

Den Kaffee zum Kuchen kaufen Alexander und Christine direkt bei den Erzeugern oder über einen Großhändler, der auf gute Qualität und faire Arbeitsbedingungen bei den Kaffeebauern achtet. „Über den Großhandel beziehen wir unter anderem Kaffee aus Äthiopien, Indonesien und verschiedenen südamerikanischen Ländern. Direkt bestellen wir in Peru, Brasilien und Kolumbien“, erklärt Alexander Tessier. Dabei ist neben der Qualität der Rohware vor allem die Röstung entscheidend. Denn, während die Kaffeebohnen in der Industrie meist nur sehr kurz geröstet werden, geben Handwerksbetriebe wie beans & sweets dem Vorgang mit zwölf bis 20 Minuten deutlich mehr Zeit. Das macht den Kaffee aromatischer und zugleich besser verträglich. Schonend geröstet und intensiv aromatisch ist auch der neue kredo-Kaffee, den beans & sweets exklusiv für unser Krefelder Kultur- und Lifestylemagazin kreiert hat: Eine eigene Kaffee- und eine Espresso-Edition wird es geben, die beide aus hochwertigen Arabica-Bohnen zusammengestellt werden.

beans & sweets jetzt auch in Linn

Seit kurzem dürfen die Tessiers ihre Kaffee- und Kuchenproduktion deutlich erhöhen. Denn seit dem 11. Juni betreiben sie auch das ehemalige Linner Museumscafé. „Die Entscheidung hier fiel genauso schnell wie bei unserem ersten Ladenlokal“, berichtet Christine Tessier. „Wir haben uns auf eine Ausschreibung beworben, und plötzlich waren wir drin. Zwei Cafés zu betreiben, ist natürlich deutlich aufwendiger. Deshalb suchen wir jetzt auch nach neuen Teammitgliedern. Sascha und ich werden zukünftig weniger hinter der Theke stehen und uns mehr ums Management kümmern“, so Christine, die ihren Bruder „Sascha“ nennt. „Dabei werde ich weiter leckere Kuchen backen, und Sascha wird nach wie vor guten Kaffee rösten. Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, bleiben dem ursprünglichen beans & sweets-Konzept aber auf jeden Fall treu.“

beans & sweets
Niederstraße 79, 47829 Krefeld-Uerdingen & Rheinbabenstraße 85, 47809 Krefeld-Linn
www.beans-and-sweets.com